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Die Freunde des Rodgaudoms pflegen eine offene und transparente Kommunikation. Dabei informieren wir regelmäßig durch Pressemitteilungen, Newsletter oder weitere Medien die Öffentlichkeit über geplante und realisierte Maßnahmen zur Erhaltung der Kirche, der Entwicklung der Freiflächen und nicht zuletzt über Aktivitäten und Veranstaltungen.

Die nachfolgende Aufstellung soll einen Überblick geben.

Pressemitteilung 02.05.2021

 

Die Zeit drängt, die Schäden an Kirchendach und Fassade werden immer größer! Die Finanzierungslücke will geschlossen werden.

 

Um die Schäden zu beseitigen und dem Kirchengebäude und seinen Aussenflächen eine nachhaltige Erhaltung und Nutzung zu sichern,

haben Mitglieder der Pfarrgemeinde und engagierte Bürger am Sonntag, den 2. Mai den überkonfessionellen, gemeinnützigen Förderverein „Freunde des Rodgaudoms“ in der Kirche St. Nazarius gegründet.

 

Die Gründerversammlung fand im Anschluss an einen Gottesdienst unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln statt.

Auf Grund der Corona Auflagen wurde auf eine große Gründungsveranstaltung verzichtet. Die Gründungsmitglieder verabschiedeten ihre Satzung und wählten den Vorstand!

 

Den geschäftsführenden Vorstand bilden als Erster Vorsitzender, Pfarrer Elmar Jung, als Zweiter Vorsitzender Oliver Rösler und als Schatzmeister Peter Spieß.

 

Als Beisitzer wurden Max Gotta, Hans Kemmer, Marcel Kopp, Markus Wehner, Norbert Rink, Wilhelm Schöneberger und Christine Ullmann gewählt. Sie bilden den erweiterten Vorstand.

 

Schon jetzt konnte der Verein für den Beirat folgende Persönlichkeiten aus Rödermark gewinnen:

Patricia Lips MdB, Bürgermeister Jörg Rotter, sowie den Alt-Bürgermeister Roland Kern und den Ehrenbürgermeister Alfons Maurer.

 

Der Verein sieht sich laut Satzung der Wiederherstellung, der Erhaltung und Ausstattung der Kirche, seiner Freiflächen und Gärten auf dem historischen Kirchenhügel, sowie der Förderung kirchlicher, kultureller und gesellschaftlicher Aktivitäten und Veranstaltungen verpflichtet.

 

Neben den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen an Dach und Fassade, stehen die Öffnung und Neugestaltung des Kirchenhügels auf der Agenda.

Gemeinsam mit der Stadt sollen im Zuge des Stadtumbau Projektes ISEK die Freiflächen neu gestaltet und einer nachhaltigen Nutzung zugeführt werden.

So wollen die Gründungsmitglieder das Kulturdenkmal für die kommenden Generationen erhalten und bauen bei der Umsetzung des Projektes auf die  Unterstützung aller Rödermärker.

 

Viele kleine und große Schritte liegen in den nächsten Tagen vor dem Verein, aber schon bald soll die neue informative Homepage des Vereins die Bürgerinnen und Bürger umfassend informieren und einbinden.

                 

Freunde des Rodgaudoms

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Artikel OFFENBACH POST  05.02.2021

Die Kirchengemeinde in Rödermark schlägt Alarm: „Rödermarks Wahrzeichen ist bedroht!“ Pfarrer Elmar Jung und der Verwaltungsrat befürchten Sanierungskosten von bis zu zwei Millionen Euro.

 

Rödermark – Der „Rodgaudom“ ist neben der Einhardbasilika in Seligenstadt eines der größten Gotteshäuser der Region und muss dringend saniert werden. Sturmschäden, Regen und die Zeit setzen der Pfarrkirche St. Nazarius seit Jahren zu. Die Gemeinde betreibt schon lange Flickwerk, aber jetzt ist eine Komplettsanierung des Daches unumgänglich. Ein Sachverständiger, so Verwaltungsrat Hans Kemmer, sieht langfristig die ganze Statik in Gefahr und spricht von „dringendem Handlungsbedarf“.

 

Durch das undichte Dach dringt Wasser in das Kirchenschiff ein und beschädigt große Teile der Außen- und Innenfassade. Sowohl der Sandstein außen als auch Teile des 38 Meter langen Innengewölbes sind stark durchnässt, Putz blättert ab.

 

Die ursprünglich mit roten, blauen, grünen und grauen Ziegeln gedeckte Dach wurde 1957 mit Kunstschiefer erneuert und in den vergangenen Jahren immer wieder notdürftig geflickt. Vergebens: Die Holzkonstruktion des Dachstuhles ist durch Feuchtigkeit arg Mitleidenschaft gezogen. Die St. Nazarius-Organisten klagen schon geraume Zeit darüber, dass auf der Empore hinter der Orgel Wasser an den Wänden herunterläuft. Sogar überm Altar bröckelt der Putz.

Nach ersten Schätzungen dürfte sie Sanierungmindestens 1,5 bis 2,0 Millionen Euro. Sammlungen, Feste und Aktionen haben der St. Nazarius-Gemeinde einen ordentlichen Grundstock gebracht. Dieses Geld reicht aber bei Weitem nicht. Das Bistum Mainz hat Zuschüsse abgekündigt. Kurz vor Weihnachten erhielt Pfarrer Elmar Jung gute Nachrichten aus Berlin: Die Urberacher Bundestagsabgeordnete Patricia Lips teilte mit, dass der Haushaltsausschuss 500.000 Euro für die Kirchenrenovierung in Ober-Roden bewilligt hat. Unter bestimmten Voraussetzungen könne der Bund die Sanierung historisch wertvoller Bauten unterstützten, erläutert sie. Die engagierte Vorarbeit aller Beteiligten in der Gemeinde und im Bistum habe die Finanzhilfe beschleunigt.

Patricia Lips ist Fachfrau in doppelter Hinsicht: In der CDU-Fraktion ist sie für die Kulturfinanzierung verantwortlich. Und als Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Rödermark kennt sie sich mit alten Mauern bestens aus.

 

Ob mit den Arbeiten noch 2021 begonnen werden kann, hängt davon ab, wie schnell Bund, Land und Bistum ihren Ankündigungen Taten folgen lassen. Mit einer Genehmigung der Zuschüsse rechnet der Verwaltungsrat bis Mai 2021. Gleichzeitig haben die Ober-Röder Katholiken eine „Taskforce“ gegründet, um Lösungen zur Deckung der Finanzlücke zu finden. Die Gruppe arbeitet mit Hochdruck, denn die Folgeschäden der undichten Dacheindeckung werden immer größer.

 

Der „Rodgaudom“ ist mehr als eine Stätte des Gebets. Sein markanter Turm macht ihn zu einem weithin sichtbaren Wahrzeichen für ganz Rödermark. Am vierten Wochenende im September 2021 wird der 125. Weihetag gefeiert. Doch just im Jubiläumsjahr ist dieses Wahrzeichen bedroht.

Der „Rodgaudom“ steht auf einem geschichtsträchtigen Gelände. Kirche und Hügel waren über die vergangenen Jahrzehnte immer wieder Ort archäologischer Grabungen im Zusammenhang mit dem Kloster „Rothaha“. Der frühere Landesarchäologe Professor Egon Schallmayer und seine Teams haben wertvolle Funde bis aus der karolingischen Zeit gesichert. (Michael Löw)

Pressemitteilung 03.03.2021

 

Freunde des Rodgaudoms wollen das Wahrzeichen von Rödermark für kommende Generationen sichern

 

Die Katholische Pfarrkirche St. Nazarius in Ober-Roden - im Volksmund auch “Rodgaudom” genannt – muss dringend saniert werden.

 

Sturmschäden und der Zahn der Zeit bedrohen seit vielen Jahren den Fortbestand der Kirche und machen eine Komplettsanierung des Kirchendaches unumgänglich. Durch das undichte Dach dringt Wasser in das Gebäude ein und beschädigt große Teile der Außen- und Innenfassaden.

(Foto Steiger mit Außenfassade)

 

Neben den zugesagten Bundesmitteln und einer Teilfinanzierung durch das Bistum Mainz, klafft jedoch noch immer eine große Finanz-Lücke.

Mit einer Genehmigung der Zuschüsse wird bis Mai 2021 gerechnet. Dann soll die Planung beginnen.

 

Damit der Erhalt des im Denkmalverzeichnis des Landes Hessen eingetragenen Wahrzeichens sichergestellt ist, plant der Pfarrgemeinderat die Gründung eines überkonfessionellen, gemeinnützigen Fördervereins „Freunde des Rodgaudoms“.

 

Zweck des Fördervereins ist laut Satzungentwurf:

„Die Wiederherstellung, die Erhaltung und Ausstattung der Kirche St. Nazarius, seiner Gebäude, seiner Freiflächen und Gärten auf dem historischen Kirchenhügel, sowie die Förderung kirchlicher, kultureller und gesellschaftlicher Aktivitäten und Veranstaltungen.“

 

Der Erhalt des Rodgaudoms kann in Zukunft nicht mehr durch die Katholische Kirche alleine sichergestellt werden. Angesichts massiver finanzieller Schwierigkeiten werden sich die Kirchen beider Konfessionen zukünftig wahrscheinlich auch von Kindergärten, Gemeindezentren und selbst Kirchengebäuden trennen müssen.

 

Die Gründungsmitglieder der Freunde des Rodgaudoms wollen Rödermarks Wahrzeichen für kommende Generationen erhalten.

Neben dem Erhalt des Gebäudes sind kulturelle Veranstaltungen in und um die Kirche angedacht.

 

Der Kirchenhügel ist der geschichtsträchtige Ort, an dem die Ansiedlung der Stadt Rödermark begann. Er ist das Erbe aus einer langen gemeinsamen Zeit, als kirchliche und weltliche Gemeinde eins waren.

Die Kirche St Nazarius sieht die Stadt Rödermark und die Kirchengemeinde gemeinsam in der Verantwortung den Kirchenhügel zu öffnen, seine Geschichte zu erzählen und für zukünftige Nutzungen zu entwickeln!

 

Die im Rahmen des Stadtumbauprojektes geplante Neugestaltung des Kirchhofes verfolgt diese Initiative. Grünflächen mit schattenspendenden Bäumen, Sitzgelegenheiten und Freiflächen soll die bisherige Nutzung ergänzen und auch kulturelle Veranstaltungen wie z.B.  Adventsmarkt, Freilufttheater und Konzerte ermöglichen und somit sozialer Kommunikations- und Treffpunkt werden.

 

Die zentrale Lage ergänzt das Bestreben einer Ortskern-Aufwertung und der Schaffung von identitätsstiftenden „vertrauten Räumen“ in Ober-Roden.

(Skizze Architekturbüro Huther)

 

Die Pfarrgemeinde St. Nazarius bittet daher die Stadt, die Politik und alle Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung der Initiative und sich für den Fortbestand seines Wahrzeichens einzusetzen und zu bekennen.

 

Der Rodgaudom:

- er steht auf dem historischen Kirchenhügel und bildet die Keimzelle des Ortes. Die über 1200 Jahre Geschichte von Ober-Roden bezieht sich auf die Gründung des Klosters Rothaha auf diesem Kirchenhügel.

 

- er ist schon von weitem zu sehen - seine Silhouette mit dem 53 m hohen  Kirchturm überragt alle Gebäude.

(Foto Fernblick auf Ober-Roden mit Silhouette der Kirche)

 

- er bildet, von oben betrachtet, das Zentrum des historischen Ortsteils von Ober-Roden, dem „Fränkischen Rundling“.

(Luftbildaufnahme)

Pressemitteilung  06.01.2020

 

Öffnung des historischen Kirchenhügels St. Nazarius Ober-Roden

Die Katholische Kirche St. Nazarius stellt das historische Zentrum des „Fränkischen Rundlings“ von Ober-Roden dar und ist somit in zentraler Lage zwischen Pfarrgasse, Heitkämper Straße und Frankfurter Straße die „Keimzelle“ unserer Stadt.

Überall in Deutschland werden Altstädte saniert - auch die Stadt Rödermark sollte im Zuge des Stadtumbauprojektes ISEK die Chance nutzen und diese herausragende kirchliche Fläche in ihre Gesamtkonzeption einbeziehen.

Das Konzept sieht vor den Kirchhof zu öffnen, um den historischen Kirchenhügel zu aktivieren. Dadurch entsteht, wie im Ursprung unserer Stadt, eine öffentliche Fläche, die eine multifunktionale Nutzung ermöglicht. Bei Veranstaltungen, wie z.B. Freiluft-Theater, Freiluft-Konzerte oder Adventsmarkt, entfällt zukünftig die Sperrung der

Frankfurter Straße. Durch die Nähe zu dem katholischem Kindergarten und dem FORUM (Gemeindezentrum) sind darüber hinaus weitere Synergieeffekte zu erwarten.

Die zentrale Lage ergänzt das Bestreben einer Ortskern-Aufwertung und der Schaffung von identitätsstiftenden „vertrauten Räumen“ in Ober-Roden.

Die Umgestaltung des Kirchhofes mit Grünfläche, schattenspendenden Bäumen,Sitzgelegenheiten und Freiflächen soll die barrierefreie Nutzung ermöglichen und die bisherige Nutzung wie Pfarrfest, Entzünden des Osterfeuers, Martins-Umzug,Fronleichnams-Prozession, etc. mit berücksichtigen.

 Angedachte Nutzungsmöglichkeiten: